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Bericht Jagd&Natur 4/2002 | |||||||
| "Immer dran bleiben, immer Druck machen!" | ||||||||
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*** Von Karl Lüönd Egerkingen, Flühmatt: Wer das Autobahn-Dorf nur vom Durchfahren und von den Motels her kennt, der staunt. In diesem Einschnitt der ersten Jurakette verbirgt ein Idyll. Weit und breit keine Nachbarn, die sich gestört fühlen könnten. Ideale Voraussetzungen für einen Jagdschiessstand! Den hat es hier schon immer gegeben, wenn auch unter freiem Himmel und mit einem Minimum an Komfort. Dann kam es wie an anderen Orten auch: Die Schiessanlagen von Egerkingen wurden überprüft und teilweise aberkannt. Die drei örtlichen Schiessvereine fusionierten; in der Flühmatt wurde die zentrale 300-m-Schiessanlage gebaut. Die Jagdschützen drohten in die Defensive zu geraten. Aber sie hatten eine Idee.
13 Mann
- ein Idee Womit die Motivation klar war. Sie war so stark, dass sie über mehr als zwei strenge Arbeitsjahre hinweg gehalten hat. Die Gesellschaft ist immer noch beisammen, Krach hat es nicht gegeben, die Männer sind glücklich, dass sie das Ziel erreicht haben - und sie sind zuversichtlich, dass sie es auch mit dem Betrieb schaffen werden. Das ist nämlich die nächste Herausforderung. Am Anfang stand das Ziel, bei der Neuordnung des Egerkinger Schiesswesens die Interessen des Jagdschiessens durch eine kreative Idee zu wahren. Diese bestand in der Integration einer modernen Jagdschiess-Anlage ins neue, zentrale Konzept auf der Flühmatt, was durch die terrassenförmige Topografie in der stotzigen Juragegend durchaus unterstützt wurde. Den nahen Hügel hatten sich die Jagdschützen als Zielgebiet längst ausgesucht. Die 300-m-Schützen würden über ihre Köpfe hinweg schiessen - okay, aber später, beim Betrieb, sollten sie sich dann sowieso auch zeitlich auseinander dividieren: Jagdschützen am Mittwoch, 300-m-Schützen am Wochenende. Heikle
Verhandlungen, kooperative Behörden "Wir haben es gut getroffen mit den Behörden; sie waren streng, aber kooperativ und entgegenkommend, soweit sie es sein konnten," lobt Daniel Sulser. "Wichtig war, dass wir den Druck nie weggenommen haben." Natürlich haben sich die Egerkinger Jäger organisatorisch abgesichert. Parallel zu ihrer Jagdgesellschaft haben sie die Jagdschützengesellschaft aufgebaut und in der Umgebung bereits die ersten fünfzig Mitglieder geworben, die für einen Gründerbeitrag und die bescheidene Jahresabgabe von 50 Franken freie Büchse an den Übungsdaten haben. Weitere Mitglieder sind willkommen; zweihundert sollten es idealerweise etwa sein, aber das ist nicht unerreichbar in Anbetracht der idealen Lage von Egerkingen im Zentrum der Schweiz. Enormer
persönlicher Einsatz Gegen 300'000 Franken dürfte das Investitionsvolumen betragen; weit mehr als die Hälfte wurde durch Fronarbeit gedeckt. Was an Bargeld zu finanzieren war, haben Sponsoren, allen voran die grosszügige und verständnisvolle Gemeinde Egerkingen, sowie die vielen ansässigen Handwerker und Industriebetriebe geleistet. Nicht zu vergessen der Hegering Olten-Gösgen-Gäu, sowie die Reviergesellschaften, welche dem Projekt sehr gewogen waren und ebenfalls einen beachtlichen finanziellen Zustupf geleistet haben. Schon erstaunlich, was eine entschlossene und verschworene Gruppe zustande bringt, wenn sie es wirklich will und entschlossen anpackt! Die Jagdschützen
Egerkingen heissen noch Mitglieder willkommen. Auskünfte bei Daniel
Sulser, Präsident, 062 393 10 73. |
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